Baby-Erstausstattung · Kapitel 4 von 7
Stillen und Füttern: wenig kaufen, offen bleiben
Kauf wenig im Voraus: Wie das Füttern läuft, zeigt sich erst.
Dieses Kapitel hat eine Besonderheit: Du kannst es vor der Geburt gar nicht fertig planen. Ob das Stillen unkompliziert klappt, ob ihr Fläschchen gebt oder beides kombiniert, zeigt sich erst, wenn euer Baby da ist. Jede Familie findet hier ihren eigenen Weg, und keiner davon lässt sich vorbestellen.
Deshalb lautet die Devise: eine kleine Grundausstattung anschaffen und den Rest offenlassen. Alles, was ihr später braucht, ist innerhalb eines Tages besorgt oder bestellt. Ein Regal voller Fehlkäufe hilft dagegen niemandem. Das entlastet nebenbei das Budget: Dieses ganze Kapitel kostet zusammen weniger als mancher einzelne Fehlkauf.
Das Stillkissen: nützlich ab sofort
Das Stillkissen ist der Favorit dieser Kategorie, weil es nicht auf die Geburt wartet. Schon in der Schwangerschaft stützt es Bauch und Rücken beim Schlafen auf der Seite. Später hilft es beim Füttern, ob an der Brust oder mit der Flasche, weil es Arme und Baby in eine bequeme Position bringt.
Als Geschenk funktioniert es besonders gut, weil es lange vor dem Geburtstermin nützlich wird. Übernimmst du eines gebraucht, wasch Bezug und Kissen einmal durch, dann ist es so gut wie neu.
Fläschchen und Sterilisator: die kleine Reserve
Drei Fläschchen mit Saugern in Gr. 1 sind auch dann sinnvoll, wenn du stillen möchtest: als Reserve, für abgepumpte Milch oder damit auch mal jemand anderes das Füttern übernehmen kann. Die Größenangabe bezieht sich auf die Sauger: Gr. 1 ist die kleinste Lochgröße und passt für den Anfang; ob ihr je größere braucht, zeigt sich später.
Zum Reinigen brauchen Fläschchen regelmäßig mehr als Spülwasser. Ein Sterilisator erledigt das auf Knopfdruck, ein großer Topf mit kochendem Wasser genauso zuverlässig. Beides steht deshalb als ein Wunsch auf der Liste; entscheidet nach Platz und Vorliebe.
Spucktücher und Lätzchen
Acht Spucktücher klingen nach viel und sind nach zwei Wochen selbstverständlich. Beim Bäuerchen nach dem Füttern kommt gern ein Schluck Milch zurück, bevorzugt auf deine Schulter. Ein Tuch liegt deshalb bald in jedem Zimmer, in der Wickeltasche und im Auto.
Die fünf Lätzchen spielen ihre Stärke etwas später aus, wenn der erste Brei kommt. Es lohnt sich trotzdem, sie gleich mitzuwünschen: Sie kosten wenig und machen sich gut als Beilage zu jedem Geschenk.
Milchpumpe: warten lohnt sich
Eine Milchpumpe steht bewusst nicht auf der Basisliste. Ob du überhaupt eine brauchst und welche Art zu dir passt, weißt du erst im Wochenbett. In Deutschland gibt es Milchpumpen bei Bedarf oft auf Rezept, in Österreich kannst du sie vielerorts leihen, etwa in Apotheken. Frag deine Hebamme, bevor du dafür Geld ausgibst.
Das Gleiche gilt für Spezialzubehör aller Art, von Auffangschalen bis Stillhütchen: erst das konkrete Bedürfnis, dann der Kauf. Vieles davon landet sonst ungeöffnet in der Schublade.
Was du dir sparen kannst
Flaschenwärmer, Milchpulver-Portionierer und große Fläschchen-Sets: All das könnt ihr nachkaufen, falls es euch wirklich fehlt. Meistens fehlt es nicht. Ein Wasserkocher und etwas Geduld leisten dasselbe.
Auch der Hochstuhl darf warten. Er wird erst interessant, wenn euer Baby sitzen kann, und bis dahin vergehen Monate, in denen ihr in Ruhe beobachten könnt, was zu eurer Küche passt.
Aus der Basisliste
Stillen & Füttern
- Stillkissen1×
Hilft auch schon in der Schwangerschaft
- Spucktücher8×
- Fläschchen + Sauger Gr. 13×
Auch für Stillende als Reserve sinnvoll
- Sterilisator (oder Auskoch-Topf)1×
- Lätzchen5×
Mit Stern markiert: die Favoriten der Basisliste.
Weiterlesen
- Kliniktasche packen: was wirklich hinein muss
Was ab Woche 36 gepackt bereitstehen sollte.
- Sicher schlafen: was ins Babybett gehört und was nicht
Warum weniger im Bett mehr Sicherheit bedeutet.
- Pflege und Wickeln: wenig Produkte, viel Routine
Acht bis zehn Windeln am Tag und was dafür bereitliegen muss.